Archiv für die Kategorie ‘FDP’
Es wurde Zeit: Die Linke kommt in die Schweiz!
Na, das wurde Zeit. «Die Linke» kommt nach Vorbild ihrer deutschen Schwesterpartei in die Schweiz. Radikal soll sie sein und erfolgreich. So richtig nach Oski Lafontaine, dem alten Haudegen. Die Ziele der antikapitalistischen und ökosozialistischen „Linken Alternative“ muss man sich als Liberaler auf der Zunge zergehen lassen. Mindestlohn von CHF 3′500.- pro Monat ist noch das Harmloseste. Deftigere Kost wird serviert mit Verstaatlichung und Verwaltung der öffentlichen Dienste wie Wasser, Elektrizität, Schulen, Gesundheit und so weiter. Ganz tief in den Mief des kommunistisch angehauchten Programms wird aber mit der Forderung nach einer Höchstarbeitszeit von 32 Stunden an 4 Tagen die Wochen gegriffen. Logisch, dass ein „bedingungsloses existenzsicherndes Grundeinkommen“ eingeführt werden soll. Als Sahnehäubchen dann noch was Grünes mit dem kostenlosen öffentlichen Verkehr und einem einkommensabhängigen Generalabonnement. Wer das alles Zahlen soll? Ich weiss es nicht, aber ich lasse Sie raten…
Etwas leid tut mir die SP, sollte das Unterfangen der ganz-ganz Linken gelingen. Auf der anderen Seite freue ich mich für uns Liberale! Wir werden davon – wie in Deutschland auch – profitieren, weil es in unserer Schweiz genug vernünftige Menschen gibt, die wissen, dass die alten Rezepte des Sozialismus schon immer gescheitert sind. Da setze ich mich doch lieber ein für mehr Arbeitsplätze, sichere Sozialwerke und einen schlanken Staat ein – so ganz schön nach liberalem Muster.
So schön kann liberal sein
Ein toller Tag. Menschen vertrauen wieder auf liberale Werte. Die FDP Deutschland fährt ihr bestes Ergebnis ever ein. Westerwelle hat es geschickt verstanden, in der Oppositionsrolle die Vorzüge der liberalen Werte pointiert aufzuzeigen. Ok zugegeben, die grosse Koalition war ein Reinfall. Trotzdem: Erstaunlich ist, dass trotz landesweiten – ja weltweiten – Propheten, die den Untergang vom Kapitalismus, von Freiheit und vom Leistungswillen beschworen haben, der Liberalismus zur Höchstform aufläuft. Menschen vertrauen darauf, dass diese Werte gerade in schwierigen Zeiten den Weg in die Zukunft weisen. Klar, Westerwelle & Co. sind nun in der Verantwortung. Jetzt zählen Taten. Aber zuerst muss man auch noch so weit kommen. Deutschland macht’s vor, auch wir in der Schweiz würden wieder etwas mehr Freisinn ertragen – das wäre ganz schön liberal!
Gastbeitrag von Philippe Mangold
Ich freue mich, hier einen ersten Gastbeitrag zu veröffentlichen. Es ist kein Geringerer als der Präsident der Jungfreisinnigen Baselland Philippe Mangold (übrigens, wer immer noch von der uralte Leier über die thematischen Differenzen zwischen Mutterpartei und den Jungfreisinnigen schreibt, ist nun echt nicht mehr originell, kommt aber immer wieder vor wie Weihnachten). Herr Präsident, Sie haben das Wort:
Option to Exit (von Philippe Mangold)
Der Föderalismus bietet viele gut dokumentierte Nachteile. Meist handelt es sich dabei um Koordinationsprobleme, die gerechtfertigterweise für kleinere Personenkreise mühsam sein können. Die Meisten kennen solche Beispiele.
Weit weniger offensichtlich, jedoch enorm wichtig für wirtschaftlichen Erfolg, sind die gut versteckten Vorteile des Föderalismus: Dass Konkurrenz das Geschäft belebt gilt nicht nur in der Privatwirtschaft. Auch Gemeinden, Kantone und Länder stehen in einem Konkurrenzkampf. Es konkurrenzieren sich Besteuerungsmodelle, Schulsysteme und vom Staat bereit gestellte Infrastruktur. Die besten Systeme werden sich durchsetzen, weil im Föderalismus die Bürgerinnen und Bürger – in einem gewissen Rahmen – die Möglichkeit haben, für sie schlechte Gebiete zu verlassen („Option to Exit“). Dies schafft für Regierung und Parlament starke Anreize zu den Besten zu gehören und reflektiert die Einzigartigkeit des Föderalismus. Insbesondere können mit der „Option to Exit“ Bürgerinnen und Bürger direkt kommunizieren ob es halbwegs gut oder wirklich schlecht läuft.
Beachtet man die Probleme anti-föderalistischer Staaten in ökonomischer und gesellschaftspolitischer Hinsicht, sieht man direkt die unglaublichen Vorteile des Föderalismus! Föderalismus ist also ganz schön liberal, wie Michael Herrmann dazu sagen würde.
Kandidaten und Kandidaten?
Eigentlich hat ja die Parteibasis keinen Einfluss auf die Bundesratswahl. Und trotzdem bemühen sich (fast) alle Kandidaten – weibliche eingeschlossen – ins Baselbiet nach Münchenstein. Nationalrätin Martine Brunschwig Graf wie auch Nationalrat Christian Luscher (oder Lüscher) und Ständerat Didier Burkhalter. Nicht dabei sein kann leider der Waadtländer Staatsrat und Finanzdirektor Pascal Broulis. Was ich immer noch nicht weiss ist, ob ich nun unseren Parteipräsidenten Fulvio Pelli hier als Kandidaten nennen soll/darf/muss. Vielleicht klärt sich das ja heute etwas auf. Auf jeden Fall werden wir – auch ohne Entscheidungseinfluss – Freude haben, mit einem der zukünftigen Bundesräten oder der zukünftigen Bundesrätin (diesen BR-Sitz werden wir behalten) auf Tuchfühlung zu gehen. So richtig zum Anfassen. Das ist ganz schön liberal.
Aufwand und Steuern runter!
So, es ist vollbracht. Die 4′600 Unterschriften für die Initiative „JA zu einfacheren Steuern im Baselbiet“ der FDP.Die Liberalen Baselland sind auf der Landeskanzlei im Baselbieter Hauptort sind deponiert. Spätestens in 18 Monaten darf das Volk dazu Stellung nehmen, ob die sich die Politik für ein weniger aufwendiges Steuersystem und weniger Steuern einsetzen soll. Ich wage spontan eine mutige Prognose: JA!
Mit welchen Massnahmen will die FDP Baselland die Ziele nach weniger Aufwand und weniger Steuern erreichen? A) langfristig: Das Steuerharmonisierungsgesetz soll auf Bundesebene so angepasst werden, dass eine Vereinfachung in den Kantonen möglich wird. Dieses Ziel soll mit der Einreichung einer Baselbieter Standesinitiative in Bern nachdrücklich unterstützt werden und B) soll die Regierung ein Steuerkonzept erarbeiten, dass den vorhandenen Spielraum im Steuerharmonisierungsgesetz ausnutzt, um die Steuern zu vereinfachen und zu reduzieren. Vor allem der stark belastete Mittelstand soll nun endlich entlastet werden. Der Mittelstand wurde immer wieder auf später vertröstet. Die FDP fordert klar, dass Arbeitsleistung belohnt und nicht bestraft werden darf! Als Idee für ein neues Steuerkonzept muss man nicht weit gehen. Basel-Stadt hat die „Fair Tax“ eingeführt (gut, mit anderen rot/grünen Schwerpunkten als wir von der FDP fordern). Oder aber der Thurgau, der ab 2012 noch gerade mal einen einzigen Einheitssteuersatz führt. Aber eines muss ich nachschieben: Der politische Prozess ist nicht der schnellste. Aber der gefasst Auftrag der Bevölkerung mit 4′600 Unterschriften ist klar – die FDP bleibt dran. Das ist ganz schön liberal.
FDP Baselland reicht Initiative ein
Morgen Donnerstag, 9 Juli 2009, ist es soweit. Endlich können wir unsere erfolgreiche Unterschriftensammlung „JA zu einfacheren Steuern im Baselbiet“ abschliessen. Um 09:00 Uhr wird in Liestal die Medienkonferenz durchgeführt. Es haben sich bisher erfreulich viele Medien angemeldet, so die Radios Basel1 und Basilisk, TeleBasel und von der schreibenden Zunft die Basellandschaftliche Zeitung, Basler Zeitung, Blick am Abend, Oberbaselbieter Zeitung, SDA und die Sissacher Volksstimme. Zudem hat auch die Handelskammer beider Basel ihr Kommen angekündigt. Landrätin Daniela Schneeberger und ich sind vorbereitet und freuen uns. Über den Inhalt verrate ich natürlich noch nichts, nur so viel: wir haben über 4′600 Unterschriften gesammelt, nötig gewesen wären deren 1′500! Seit langem wieder einmal eine erfolgreiche Initiative der FDP, das lässt doch aufhorchen… ganz schön erfolgreich, ganz schön liberal.
FDP mit weiterem Sieg
Die Europawahlen vom 7. Juni 2009 waren für die FDP Deutschland ein weiterer Erfolg. Die FDP unseres nördlichen Nachbars erzielte mit +4 Prozent den grössten Zuwachs unter den Parteien. Und da soll noch jemand sagen, Deutschland sei nicht lernfähig. Erstaunlich: In den wirtschaftlich harten Zeiten scheint sich das liberale Gedankengut – trotzdem, dass vor allem die linken Wahlverlierer verkünden, beim Liberalismus stehe der Sensemann vor der Tür – mit den Werten wie Freiheit, Eigenverantwortung, Offenheit, Toleranz und Leistungswillen wieder durchzusetzen. Vielen Menschen wir immer klarer, dass ein Staat dem eigenverantwortlich handelnden Menschen nicht das Wasser reichen kann. Schluss mit milliardenschweren Umverteilungsprogrammen mit katastrophalen Spätfolgen, sondern lasst uns mehr Geld in der Brieftasche! Das ist ganz schön liberal!
Parolen für den 17. Mai 2009
Die FDP.Die Liberalen Baselland hat am 22. April in Münchenstein die Parolen für die Abstimmungen vom 17. Mai 2009 gefasst:
Kantonal
NEIN zu der Initiative „Passivrauchen“
JA zum Einführungsgesetz Strafprozessordnung
JA zur Verfassungsänderung (Umsetzung Strafprozessordnung)
Eidgenössisch
Stimmfreigabe zur Initiative „Komplementärmedizin“
JA zur Einführung der biometrischen Pässen
Liberale Musik – da hört man gerne rein
Ein echter Liberaler muss sich unbedingt die Rede von Dr. Guido Westerwelle der Deutschen FDP von heute zu Gemüte führen. Sozis oder Anhänger der grossen Koalition schadet es als Lehrstunde ebenfalls nichts. Die knapp 14 Minuten lohnen sich – und nicht vergessen: die Lautsprecher aufdrehen. Eine treffende Abrechnung mit dem immer mehr sich abzeichnenden Scheitern der rot-schwarzen Koalition im grossen Kanton. Und vor allem eine Abrechnung mit Bundesfinanzminister Hetze P. Steinbrück, ein echter Wurf!
Da loben wir uns die Liberalen der FDP in Deutschland – die sind ganz schön liberal!
Nationale Erbschaftssteuer
Da ist sie wieder, die Forderung nach einer nationalen Erbschaftssteuer der SP (ja genau, die Partei, die über die vergangenen Wahlverluste der Freisinnigen frohlockte und nun beinahe tiefer sinkt als der Marianengraben im Pazifischen Ozean). Das Thema Erbschaftssteuer ist nicht totzukriegen. Grundsätzlich kann man sich in der Steuerökonomie eine Erbschaftssteuer durchaus vorstellen und als sinnvoll betrachten. Nicht aber, wenn die Einkommenssteuern auf diesem Niveau bleiben. Diese müssten dann massiv gesenkt werden resp. wegfallen. Aber Einkommenssteuern senken? Nein, nein, die Genossen haben ganz sicher andere Absichten, als die Einkommensteuer durch die nationale Erbschaftssteuer zu ersetzen….! Das wäre nämlich ein ganz schön liberaler Ansatz – Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.
Kommentare (2)
Kommentare (1)
Kommentar schreiben